Willkommen beim Zentralrat der Konfessionsfreien!
Der Zentralrat der Konfessionsfreien teilt sich vorübergehend die Website mit der Laizismus-Initiative, u. a. weil deren Inhalte ein wesentliches Anliegen dieses Zentralrates repräsentieren.
Die Zahl der Österreicher ohne Konfession beträgt nun schon über 1,8 Millionen und wächst mit fast 100.000 zusätzlichen Konfessionslosen pro Jahr rasant an. Aber wie steht es mit den Konfessionen der jungen Generation, insbesondere im Klassenzimmer? Dazu soll folgender bildhafter Vergleich dienen:
Durchschnittliche konfessionelle Zusammensetzung einer österreichischen Schulklasse mit 25 Schülern (über 16 Jahre, gemittelt und gerundet):
Römisch-katholisch: 16 Schüler
Andere Christliche (Evangelisch, Ostkirchen, …): 1 Schüler
Muslime: 1 Schüler
Konfessionslos: 7 Schüler
Allerdings geht nur ein Einziger der 16 römisch-katholischen Schüler auch in die Kirche. Die anderen haben offensichtlich zumindest mit der Amtskirche nichts mehr am Hut.
Verwendete Unterlagen:
1) Konfessionen in Österreich: http://twitpic.com/p7vtp
2) F. Höchtl, Missionsland Österreich oder Wie katholisch ist Österreich?: http://bit.ly/608J4T
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Ich bin für die EU Flagge in den Klassen -anstelle der Kreuze (s. facebook Gruppe)
Nur eine Fussnote… ich hab das schonmal unlängst bei franzjoseph angesprochen:
Ich kann durchaus verstehen, dass dergleichen als Argumentationsmaterial verwendet wird. Aber ich finde es insofern falsch, weil es letztlich auf der unausgesprochenen Vorbedingung fusst, dass es “richtiger” sein könnte, religiöse Symbole in öffentlichen Räumen zu haben, umso “mehr” daran interessiert wären.
Damit stellen wir aber eine Frage von Grundrechten (= Schutz von Minderheiten und Individuen VOR der Mehrheit) in einen demokratischen (= Durchsetzung des Willens der Mehrheit) Kontext. Genau das kann aber nicht funktionieren.
Martin, du weißt aber, dass das kein Argumentationsmaterial gegen Kreuze in Klassenzimmern ist, sondern eine pure Feststellung, dass die Zahlenzaubereien der Religionsvertreter nicht stimmen. Das Religionsbekenntnis auf dem Papier stimmt eben nicht mit dem tatsächlichen persönlichen Glauben überein.
Dass auch bei 100% Christen in den Klassen Schulen keine Werbefläche für Religionen sein sollen, wird in der Tat anders argumentiert. Im übrigen auch nicht mit dem Minderheitenschutz Ungläubiger.