Zur Gründung des Zentralrats der Ex-Muslime

Published on 23/02/10
by oberhummer

Der Besuch der Menschenrechtsaktivistin und Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime in Deutschland Mina Ahadi in Wien am 26. Februar 2010 ist ein willkommener Anlass diese Organisation auch in Österreich zu etablieren. Der nun gegründete Zentralrat der Ex-Muslime will einerseits bei Alltagsproblemen helfen, die dadurch entstehen, dass ihnen durch den Islam eine Lebenseinstellung durch psychischen Druck aufgezwungen wird, die mit den hiesigen Werten und Leben einfach nicht mehr zu vereinbaren ist. Auf der anderen Seite will er gegen jegliche Art von Verletzung der Menschenrechte, wie Zwangsheirat, Ehrenmorde, Steinigungen und Genitalverstümmelung aktiv werden und für diejenigen sprechen, die das in ihren Ländern nicht tun können.

Die Gründung des Zentralrats der Ex-Muslime und dessen Beitritt zu den Konfessionsfreien werden von letzteren nachdrücklich begrüßt. Damit hat der Zentralrat der Konfessionsfreien nun bereits schon fünf Trägervereine, die sich zu dieser Dachorganisation vereinigt haben.

Mit der Gründung der Ex-Muslime wird in Europa ein wichtiger Prozess in Gang gesetzt, der dahin zielt, dass die Prinzipien der Aufklärung auch den Islam erreichen können. Man darf nicht vergessen, dass erst vor weniger als 400 Jahren das Licht der Aufklärung uns alle von den althergebrachten, starren und überholten Vorstellungen, Vorurteilen und Ideologien des damaligen Christentums befreit hat. Das hat uns in Europa erst Demokratie, Toleranz, Freiheit und die Menschenrechte gebracht. Dass das gegen den teilweise erbitterten Widerstand der Kirche geschah, ist allgemein bekannt. Auch das europäische Christentum konnte nur Dank der Aufklärung gezähmt werden. Es bedurfte schon der entschiedenen Absage des damaligen Christentums von außen, dass auch die innerkirchlichen Reformen eine Chance hatten, sich durchzusetzen. Mit dieser Doppelstrategie sollte es möglich sein auch die Reformenbestrebungen im Islam selbst zu unterstützen.

Die Ex-Muslime als auch Konfessionsfreie stimmen in folgenden Punkten überein:

Zum Abschluss:

„In den Reihen der Ex-Muslime findet man häufig jene ganz besonderen Menschen, die obwohl es unbequem und gefährlich ist, sich für die Prinzipien der Aufklärung und gegen Menschenrechtsverletzungen einsetzen.“

Interview mit Cahit Kaya anlässlich der Gründung.

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Comments on Zur Gründung des Zentralrats der Ex-Muslime

2 Responses

Alexander Rezner

24/02/10

Ich finde es immer sehr unglücklich, wenn jemand das begriffliche Konstrukt “Ehrenmord” verwendet. Der aufklärerischen Sache dienlicher und objektiv richtig ist der Begriff “Mord”! Danach sollte auch die Verfolgung und das Strafmaß bemessen werden.
Wie sieht es rechtlich mit Genitalverstümmelungen in Österreich aus? Auch eine medizinisch nicht indizierte chirurgische Operation ist nach meinem persönlichen Rechtsverständnis schwere Körperverletzung, falls sie nicht von betroffenen Erwachsenen in deren freien Selbstbestimmung an sich selbst gebilligt wird. Auch medizinisch unnötige Genitalbeschneidungen bei Knaben sollen daher strafrechtlich zu ahnden sein!
Was sagt die österreichische Rechtslage dazu?

Evolutionäre Humanisten Berlin-Brandenburg e.V.

24/02/10

Nun auch in Österreich: Zentralrat der Ex- Muslime…

Wie die Webseite Laizismus.at heute meldet, wird sich auch in Österreich ein Zentralrat der Ex-Muslime gründen. Dazu erst einmal: herzlichen Glückwunsch! Der Besuch der Menschenrechtsaktivistin und Vorsitzende des Zentralrats der Ex-Muslime in Deutschl…

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